Le Beau

06-03-1998   |   Wallach   |   Fuchs   |   1,74   |   Oldenburg

 Le Beau

 

 

Im Juni 2007 gingen wir zum ersten Mal in Deutschland Le Beau ausprobieren. Bis dahin wurde er von einem jungen Mädchen auf M Niveau vorgestellt.

Schon da war zu erkennen, dass mehr in ihm sass als M Prüfungen zu laufen.

Schliesslich entschieden wir uns ihn zu kaufen und auf den grossen Sport vorzubereiten.

Im September 2007 siegte Le Beau das erste Mal auf dem internationalem Turnier in Saumur in der kleinen Tour.

Es folgten weitere internationale Erfolge.

Im Jahr 2008 entschied sich Philippe Le Beau aus dem Turniergeschehen heraus zu nehmen um ihn optimal auf die höchsten Lektionen vorzubereiten.

Im Herbst 2009 war es dann endlich so weit, die ersten internationalen Grand Prix Auftritte. Schnell war den Meisten klar, Le Beau ist ein Weltpferd.

Es folgten weitere internationale Turniere, unter anderem World Cups und Master Cup, sowie In Saumur, Aachen und Rotterdam die Nation Cups.

Immer wieder ritten sich Philippe und Le Beau in die Preise.

Auf dem CHIO Rotterdam 2010 war es dann endlich soweit. die beiden erzielten ihren ersten Sieg auf einem CDI 5* Championat, im Grand Prix Special.

Auch CHIO Aachen stand auf ihrer Teilnahmeliste. Das belgische Team erreichte einen spektakulären 4. Platz.

Im August stand Hickstead auf der Liste, auch ein 5* Turnier aufgrund des Master Cups. Hier überschritten beide das erste Mal die 70 % Marke und wurden mit dem 6. Platz belohnt.

Es folgte eine Herausforderung auf die Andere. Die allergrösste in diesem Jahr sollten die Weltmeisterschaften in den USA in Kentucky/ Lexinghton werden.

 

Le Beau zeichnet sich durch seine absolute Eleganz und Intelligenz aus. Er ist ein bildhübscher Kerl, der mit seinen Augen einem verraten kann was er möchte. 





Foto




Palmares

 Weltmeisterschaften Kentucky 2010

 

 

Am Freitag, den 17. September 2010 begann unser Abenteuer  Weltmeisterschaften der Reiter. Die Dressurpferde der Belgier und noch einiger anderer Länder mussten am Freitagabend auf dem Flughafen in Lüttich ihre ersten Stationsboxen beziehen. Alle Gesundheitszertifikate,  Transport und sonstige Pässe wurden eingesammelt und kontrolliert. Fernsehen und andere Medien verfolgten, wie eine fantastische Logistik Stück für Stück abgearbeitet worde.

Samstag, 18.September 2010,  war es soweit eine dicke Transportmaschine von FedEx Press startete um 8.00 Uhr morgens durch Richtung Amerika/ Lexington. Und in dieser Maschine stand auch unser Le Beau.

 

 

Am gleichen Tag landeten sie noch in Lexington und wurden direkt in ihre nächste Station gebracht, in die Quarantäne...

Hier mussten sich alle Pferde 48 Stunden aufhalten, um sicher zu sein, dass keine Krankheiten nach Amerika eingeschleppt werden. Für Le Beau eine Qual! Nur Schritt führen in einem Gang zwischen den Boxen. Hoch und runter, runter und hoch...

Am Montag, den 20.September 2010, endlich durften alle Pferde in den Kentucky Horse Parc gebracht werden. Hier war unser festes Ziel für die nächsten 12 Tage.

 

 

Philippe war mittlerweile auch arriviert und konnte Le Beau direkt in Empfang nehmen.

Die nächsten Tage wurden dafür verwendet, sich an alles zu gewöhnen. Das Training wurde auch aufgenommen. Langsam aber gewiss arbeiteten sich die verschiedenen Kombinationen auf ihr gewohntes Trainingsschema hin.

Es war ein unglaublich großes Gelände. Es gab 11 verschiedene Reitplätze und an jedem Tag wurde von den Veranstaltern den belgischen Reitern ein neuer Platz zum trainieren zugewiesen.  So kamen am Tag einige Kilometer Laufweg zusammen. Es gab auch die Möglichkeit ein kleines Golfauto zu mieten, dies vereinfachte natürlich die Sache ungemein. Die Belgische FN stellte den Reitern 2 Fahrräder zur Verfügung was auch seinen Zweck erfüllte.

 

 

Jede FN hatte auch die Möglichkeit einen Kleintransporter für ihre Athleten an zu mieten. Diese Transporter waren für 12-14 Mann zugelassen. Da das Hotel ca 30 min vom Geschehen entfernt lag, war der Kleinbus auch das einzige Mittel zum Zweck. Allerdings standen für 3 Disziplinen nur 2 Busse zur Verfügung. Da die Dressurleute ja bekannt sind für Ihre Flexibilität, passten sie sich an, einmal bei den Westernreitern und einmal bei den Vielseitigkeitsreitern mit in den Bus.

Morgens, nach dem Frühstück ab in den Bus, wer zuerst kam bekam die guten Sitze, die die zuletzt kamen mussten mit etwas weniger Platz zufrieden sein. Nach einer halben Stunde Fahrt durch die typische amerikanische Landschaft, erreichte man Kentucky Horse Parc.  Schon in der ersten Kontrollschleuse musste jeder seine Akkreditation zeigen. Eine weitere Kontrolle fand dann nochmals statt, beim verlassen des Parkplatzes zu Fuß, um das eigentliche Gelände betreten zu können. Hier wurden auch Taschen, Jacken und sonstiges auf verbotene Dinge hin kontrolliert. Nach dem Kontrollposten ging es dann mit Fahrrad, Golf Auto oder eben zu Fuß, Richtung Ställe. Vor dem Betreten des Stalltraktes stand auch noch einmal ein Kontrollposten.

So wiederholten sich die Tage für Philippe und Le Beau eigentlich immer nach gleichem Schema. Das Training war in den ersten Tagen etwas durch die hohen Außentemperaturen erschwert, was Le Beau aber nicht wirklich als störend empfand. Es war etwas anderes, das Le Beau etwas Unbehagen verursachte. Seine Piaffe war sehr gut aber man merkte mehr und mehr, Le Beau war auf einmal in seinen starken Lektionen verunsichert.  Das tägliche Training ging weiter.

Die meiste Zeit wurde auf dem Turniergelände verbracht, da auch nicht genug fahrbarer Untersatz zur Verfügung stand, war dies die einfachste Variante auch sicherlich in der Hinsicht, so lang wie möglich mit den Pferden zusammen sein zu können.

An einem Tag unternahm die gesammelte Delegation der belgischen Reiter teil an der Besichtigung eines Galopper Gestütes. Dies war sehr beeindruckend, sicherlich für uns Europäer . Hier wurden über Gelder gesprochen, die in Europa hauptsächlich in Immobilien investiert werden und nicht in Pferde.

An einem weiteren Tag besuchten wir eine Shoppingmall in Lexington selbst.

Allerdings besuchten wir regelmäßig typische amerikanische Restaurants, dank unserer Freunde, den Westernreitern.

Das erste wirklich große Erlebnis, war die Eröffnungsfeier. Das Stadion saß bis zum letzten Platz voll. Alle Sportler liefen ihre Ehrenrunde und begrüßten Amerika, Kentucky, Lexinghton, Kentucky Horse Parc und die Zuschauer.

 

 

Dort in Kentucky, wurden allen, zum ersten mal bewusst, was das Westernreiten wirklich bedeutet. Vor allem mussten wir dressurbetonten Wesen lernen, dass man während einer Prüfung Lärm machen muss, um die Reiter zu stimulieren.

Es war klar, dass der Spaß nicht lang auf sich warten lies.

Der Tag X rückte immer näher. Die Probleme mit Le Beau verbesserten sich nicht wirklich. Wir dachten, dass es vielleicht auch mit dem Sattel zu tun hatte, wollten aber so kurz vor der Prüfung nichts mehr verändern.

 

 

27. September 2010, es war soweit. Der Himmel war grau, die Temperaturen waren gefühlig nach unten gegangen und es regnete. Philippe war den Umständen entsprechend entspannt genug. Le Beau war immer noch der Meinung, dass etwas nicht stimmte und war während der gesamten Abreitephase nicht 100 % bei der Sache. Nachdem wir jeden vorgeschriebenen Abreiteplatz bis zum Hauptstadion hinter uns gebracht hatten, kam der große Moment, Philippe und Le Beau ritten in das neu errichtete Alltech Stadium um ihre Prüfung für die Weltmeisterschaft 2010 abzulegen. Leider kehrten die Probleme, welche sich durch die Vorbereitungsphase geschlichen hatten auch in der Prüfung wieder zum Vorschein. Die Prüfung selbst war soweit sauber, hatte jedoch nicht den Ausdruck in Piaffe und Passage, die sie sonst hatte. Das Ergebnis war enttäuschend, da wir dachten, dass Le Beau zeigen würde, was für eine Kapazität in ihm steckt. Mit diesem Resultat war schnell deutlich, dass dies auch seine letzte Prüfung dort sein würde.

Nun konnten wir uns entspannt einem Telefonat nach Hause  hingeben, denn unser Ältester, Justus wurde an diesem Tag 18 Jahre alt.

Leider schafften auch die anderen Teamkameraden nicht den Einzug in die nächste Prüfung, so waren wir ab dem 28. September nur noch Zuschauer vom großen Geschehen.

Am 02.Oktober 2010 ging es wieder Richtung nach Hause, wo wir schließlich alle am 3.Oktober gesund und müde ankamen. Im Gepäck hatten wir sämtliche Mitbringsel für die Kinder und wir waren auf alle Fälle um eine riesige Erfahrung reicher.

 

 



Pedigree

Le Coeur  Ladykiller xx  Sailing Light xx 
Lone Beech xx 
Viola  Cottage Son xx 
Ricorda 
Ines  Classiker  Core de la Bryere 
Biserta 
Intuition  Famese 
Halali 

Aktuelles

2011 op een positieve manier afgesloten in Mechelen (29-12-2011)
EK Rotterdam (21-08-2011)
Aktuelles (28-01-2011)